Zukunft Peteracker: Neue Grundlagen für das Neubau-Projekt

Seit der Ausgliederung im Sommer 2022 hat der Verwaltungsrat die bestehenden Grundlagen überprüft, Trends und Veränderungen analysiert und basierend auf den neuen Erkenntnissen ein Szenario für die Zukunft des Peterackers entwickelt. Dieses Szenario wurde kürzlich dem Rafzer Gemeinderat in seiner Rolle als Aktionärsvertretung vorgestellt und erläutert.

Gerne geben wir hier einen Einblick in die Überlegungen und Entscheidungen des Verwaltungsrats. Wir verfolgen dabei stets den Leitgedanken der Wohnen und Pflege Peteracker AG, der heisst:

Wir bieten ein familiäres Zuhause für betagte und pflegebedürftige Menschen – ein Ort, an dem es sich «guet lääbe loot».

Grundsätzlich ist der demografische Trend klar: einerseits kommen die sogenannten «Babyboomer» jetzt ins Pensionsalter (darum steigt die Zahl an Menschen über 65 Jahren an). Andererseits trägt die erhöhte Lebenserwartung dazu bei, dass es auch mehr Menschen über 80 Jahren geben wird. Auch wenn viele bei besserer Gesundheit (meist zuhause) alt werden dürfen, prognostiziert der Kanton Zürich aufgrund der Bevölkerungsentwicklung für die Bettenplanung im Bezirk Bülach einen erhöhten Bedarf. Die Prognosen verändern sich allerdings von Studie zu Studie und sind darum nur ein möglicher Orientierungspunkt zur Planung der künftigen Betriebsgrösse. Der Verwaltungsrat hat sich darum für eine Umsetzungsvariante entschieden, die eine gewisse Flexibilität zulässt und den Altbau in die Neugestaltung des Areals Peterackers einbezieht. Der Betrieb plant das Neubauprojekt im Moment mit einer leichten Steigerung der Pflegeplätze in der geriatrischen Kurz- und Langzeitpflege.

 

Angebot für Menschen mit Demenz

Im Bereich der demenziellen Erkrankungen gibt es ebenfalls verschiedene Prognosen. Wir haben uns entschieden, dass das Angebot für Menschen mit Demenz künftig ausgebaut werden soll. Mit dem geplanten Neubauprojekt sollen eigene Wohngruppen entstehen, um den Bedürfnissen der Betroffenen und denen unserer Mitarbeitenden besser gerecht zu werden. Wir planen zudem, mit anderen bereits spezialisierten Betrieben Kooperationen einzugehen, um den Bedarf an verschiedenen Betreuungsangeboten abzudecken.

Betreutes Wohnen

Für Menschen, die im Alltag Unterstützung und Pflege benötigen, aber dennoch in einer eigenen Wohnung leben möchten, planen wir ein Angebot für «betreutes Wohnen» mit Ein- und Zweizimmerwohnungen und entsprechendem Pflege- und Betreuungsangebot. Es ist geplant, die bestehenden Gebäude im Anschluss an das Neubauprojekt für die Ein- und Zweizimmerwohnungen umzubauen.

Der Verwaltungsrat ist nach reiflicher Überlegung zum Schluss gelangt, dass reine Alterswohnungen ohne entsprechende Pflege- und Betreuungsleistungen nicht zum Kernangebot der Wohnen und Pflege Peteracker AG gehören.

Wir sind uns bewusst, dass wir mit diesem Entscheid die Erwartungen von einzelnen Interessent-innen und Interessenten für die in der ursprünglichen Machbarkeitsstudie skizzierten Wohnungen nicht erfüllen.

Ein Grund war, dass solche Wohnangebote eher im Dorfzentrum realisiert werden sollten, damit die Selbstständigkeit und die Autonomie so lange wie möglich erhalten werden kann. Da sich viele Menschen wünschen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben, wird künftig die Rolle der ambulanten Pflege, also der Spitex, noch bedeutender werden. Die Gemeinde Rafz hat in der Kooperation mit dem Spitex-Verein ein Angebot in diesem Bereich und es besteht eine gute Zusammenarbeit mit dem Peteracker, die wir gerne so weiterführen und ausbauen.

Der Gemeinderat Rafz anerkennt die Beweggründe, die zu diesem Entscheid geführt haben, und unterstützt ihn.

Nächste Schritte im Neubauprojekt

Seit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2020/2021 haben sich die Rahmenbedingungen stark verändert. Beispielsweise unterliegen Preise für Baustoffe starken Schwankungen: wir müssen weiterhin mit einer Teuerung über die Bauzeit rechnen. Aber auch die Möglichkeiten und Kosten für die Finanzierung des Bauvorhabens haben sich aufgrund der veränderten Situation auf dem Kapitalmarkt verändert. Die betriebswirtschaftliche Tragbarkeit muss zwingend berücksichtigt werden.

Auf diesen Rahmenbedingungen und den oben skizzierten Grundlagen hat der Verwaltungsrat nun die nächsten Schritte im Neubauprojekt eingeleitet.

Mit Unterstützung eines Bauherrenvertreters wird für das Neubauprojekt die Durchführung eines umsetzungsreifen Studienauftrages im selektiven Verfahren vorbereitet, der bis Ende März 2024 abgeschlossen sein wird. Aktuell geht der Verwaltungsrat davon aus, dass ein Neubau ab 2027/2028 bezugsbereit sein sollte.

Bestehendes Gebäude

Die Planung des Umbaus der bestehenden Gebäude ist noch offen und wird zu einem späteren Zeitpunkt gestartet. Unser Leitgedanke soll aber nicht erst ab 2027 gelten. Daher hat der Verwaltungsrat verschiedene Renovations- und Instandhaltungsarbeiten zur Umsetzung freigegeben.

Der Verwaltungsrat wird auf dieser Webseite,  im Rafzer Weibel und in anderen Medien  periodisch über den Fortschritt bzw. die Ergebnisse informieren.

 

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